Weltweit gibt es keine Gesellschaft ohne Vorstellungen zu „Wert“ und „Äquivalent“; zugleich werden diese Konzepte in jeder Gesellschaft anders verstanden. Zudem stellen diese Begriffe zentrale Zugänge zum Studium materieller Kultur dar. Mit der Ausrichtung auf diese Begriffe gewinnen die beteiligten Fächer, die archäologischen Wissenschaften, Ethnologie und Sinologie, einen Zugang zum Studium der materiellen Dinge in verschiedenen Gesellschaften in Vergangenheit und Gegenwart auf fünf Kontinenten. Basierend auf den Fallstudien der Dissertationen sind die Beteiligten des GRK in der Lage, die Einbettung materieller Dinge in den jeweiligen kulturellen Kontext zu erklären. Zugleich entstehen durch die objektbasierenden Studien neue Einsichten zu den Konzepten von Wert und Äquivalent als solchen. Das GRK unterstellt hier eine Wechselwirkung: Die etablierten und intensiv diskutierten Begriffe Wert und Äquivalent ermöglichen neue und erweiterte Interpretationen in den Fallstudien; letztere können zu neuen theoretischen Perspektiven führen.


15. November 2018

Jo Stoner (University of Kent)

The Meanings of Domestic Possessions: Identifying personal value in the material culture of Late Antiquity
IG-Farbenhaus, EG 311, 16:15 Uhr
10. Januar 2019

Krishnendu Ray (NYU Steinhardt)

Incommensurable values in an unequal world: hierarchy of taste
IG-Farbenhaus, EG 311, 16:15 Uhr
31. Januar 2019

John Chapman (Durham University)

Place-value in European prehistory
IG-Farbenhaus, EG 311, 16:15 Uhr

Aktuelles

08. März 2018
Faszination der Dinge. Werte weltweit in Archäologie und Ethnologie

Die Vorbereitungen für unsere Ausstellung laufen bereits auf Hochtouren. Vom 29. November 2018 bis 24. Februar 2019 wird die dritte Ausstellung des Kollegs im Museum Giersch der Goethe-Universität am Schaumainkai zu sehen sein.